Planet Earth Network
Planet Earth Network Inc. ist ein börsennotiertes US-amerikanisches Unternehmen, welches aus dem Startup Local Outdoors entstand. Im Zuge einer Unternehmenspräsentation im September 2017 steigerten sich die Umsätze exponentiell, während zugleich zahlreiche etablierte Reiseveranstalter in die Insolvenz gedrängt wurden. Nach einem kurzzeitigen Höhenflug (von etwa Januar bis Mai 2018) geriet PEN durch negative Berichterstattung von Bloggern, Whistleblowern und internationalen Medienhäusern massiv in die Kritik. Jegliche Versuche seitens des Unternehmens, die (wieder aufflammenden) Proteste gegen Tourismus einzudämmen, schlugen fehl.
Geschichte
Das Unternehmen wurde 2010 als „Local Outdoors“ gegründet von Ethan Miller, einem 21-jährigen Studienabbrecher (Business Administration, University of Toronto) als Gegenentwurf zum klassischen Massentourismus. Miller fielen zahlreiche Probleme auf, die der gegenwärtige Tourismus mit sich brachte:
- Umweltschäden
- Arbeitslosigkeit an den Urlaubsorten
- Überlastung der Infrastruktur
- Unzufriedenheit der Kunden wegen Überfüllung etc.
- Keine Zukunftsperspektive (bevorstehende Kostenexplosionen)
Um im Zeitalter des Internets und der Smartphones ein neues Reiseerlebnis zu schaffen, entwarf er eine App mit dem Ziel, ein soziales Netzwerk zu schaffen für alle Menschen, die die Schönheit des Blauen Planeten in ihrem unmittelbaren Umfeld entdecken und mit der Natur im Einklang leben wollen. Gegenüber dem klassischen „Katalog-Tourismus“, der einzigartige Landschaften und Kulturen in der Ferne verspricht und in Wahrheit mit Bettenburgen und zerstörten Ökosystemen aufwartet, soll den Menschen in ihrem alltäglichen Lebensumfeld das Besondere näher gebracht werden. Millers Philosophie ist es, dass Menschen an jedem Ort der Erde das Wunderbare und Unberührte entdecken könnten, ohne dafür tausende von Kilometern reisen zu müssen. Und sie würden sich dabei sogar viel besser regenerieren und inspirieren lassen.
Carolina Perth wird 2015 auf das Unternehmen aufmerksam und beschließt, es zu übernehmen. Als sie Miller ihre Zukunftspläne der Expansion erläutert, wiegelt dieser jedoch energisch ab. Dem nicht genug, verkündet Miller an die Presse zu gehen und die bösartigen Absichten von Perth ans Tageslicht zu bringen, gemeinsam mit ihrer wenig ruhmreichen Karriere mit Online-Kasinos. Perth lässt Miller daraufhin von El Niño umbringen und stellt sein Verschwinden als tragisches Unglück dar. In der Folge wird Local Outdoors von Perth im September 2015 aufgekauft und im Zuge eines Rebrandings in Planet Earth Network umbenannt. Perth wird direkt neue CEO und setzt die Umbenennung in „Planet Earth Network“ durch. PEN ist fortan nicht mehr der lokale Anbieter von nebenan, sondern avanciert zum Global Player in einer Reihe mit Google, Facebook und Apple.
Funktionsumfang
Es handelt sich nicht einfach um ein klassisches Buchungsportal oder einen Reiseanbieter, sondern eine Plattform für Kunden und Unternehmen. Der Fokus liegt auf:
- Erstellung ausführlicher Nutzerprofile
- Vermittlung nachhaltiger Urlaubsangebote
- Möglichkeit, über Reisen zu bloggen
- Virtuelles Währungssystem (man verdient mit ehrlichen Bewertungen, durch Ausprobieren bestimmter Hotels etc.)
- Gamification (spielerisches Erkunden der lokalen Umgebung und neuer Länder und Kulturen, mit virtuellen Abzeichen und Challenges)
Unter Perths Führung beginnt PEN, große Summen in die Zerstörung bestehender Touristikkonzerne zu investieren. Angefangen bei diversen ausländischen Unternehmen (z. B. Unister, Thomas Cook etc.), wagt man sich allmählich an immer größere Fische. Als im Sommer 2017 erste ernsthafte Proteste gegen Touristen beginnen, springt PEN auf den Zug und provoziert bewusst soziale Konflikte, um den Tourismus lahm zu legen.
Dummerweise gerät das Konzept außer Kontrolle und die Randalierenden gewinnen die Überhand. Es kommt zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen und die Regierungen lassen Polizisten gewaltsam gegen Aufständische vorgehen.
Freilich gibt es Mitwisser, denen klar ist, was für Machenschaften Carolina Perth heimlich organisiert. Einige springen bereits vorher ab, nicht alle überleben ihre Untreue. Als im Spätsommer 2018 die Dinge aus dem Ruder laufen, springt ein enger Vertrauter Perths ab und plant, tausende Dokumente zu veröffentlichen.
Produkt-Portfolio
- Soziale Netzwerke: PEN , PEN Pics
- Reiseveranstalter: PEN Travel
- Virtual Reality: Discovery Spheres mit VR-Brillen
- E-Commerce: Souvenirs, Fan-Artikel
- Gaming: PEN Winners
- Zahlungsdienstleistungen: PEN Pay, virtuelle Währung (Krypto-Währung?)
- Künstliche Intelligenz: PEN AI
Geschäftsmethoden
Ähnlich dem Geschäftsmodell von Facebook, finanziert sich PEN nahezu ausschließlich über den Verkauf (und Missbrauch) von Daten. Dabei werden sowohl Kundendaten erfasst, als auch solche von Geschäftspartnern weltweit.
Die Methoden zur Datenerfassung werden zu einem großen Teil durch Vertragsklauseln abgedeckt. Dazu gehören etwa:
- Erfassung zahlreicher Persönlichkeitsdaten bei der Nutzerregistrierung (ähnlich wie bei einem Dating-Portal)
- Teilnahme an einem Score-System, um "Pennies" (virtuelle Währung) zu verdienen mithilfe von Bewertungen, (positiven) Blogbeiträgen und aktiven Beiträgen zur Nachhaltigkeit (z. B. Strandaufräumen, Baumpflanzen etc.) und dafür vergünstigte Angebote zu erhalten
- Erlaubnis zum GPS-Tracking, Nutzungsverhalten der PEN-Apps, Versand von Newslettern sowie Training von KI-Systemen (dabei helfen Nutzer:innen aktiv, mit virtuellen Assistent:innen zu kommunizieren und Verhaltensweisen zu korrigieren und optimieren)
Auf der anderen Seite werden auch etliche illegale Methoden eingesetzt, um Mitglieder des PEN-Netzwerks auszuspionieren und flächendeckend zu überwachen:
- Zugriff auf Überwachungskameras weltweit, meist durch Hackerangriffe, und Auswertung von Personenbewegungen durch Gesichts- und Personenerkennungssoftware
- Einsatz verdeckter "Mitarbeiter:innen", deren Aufgabe es ist, Reisegruppen zu infiltrieren und potentielle "Störenfriede" (Journalisten, anonyme Blogger, aber auch nörgelnde oder aufwiegelnde Tourist:innen) zu identifizieren und ggf. rechtzeitig zu isolieren
- Implementierung von Soft- und Hardware auf der ganzen Welt zur lückenlosen Überwachung (z. B. in Smart Home Komponenten oder in Discovery Spheres)