Planet Earth Network: Unterschied zwischen den Versionen

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* Einsatz verdeckter "Mitarbeiter:innen", deren Aufgabe es ist, Reisegruppen zu infiltrieren und potentielle "Störenfriede" (Journalisten, anonyme Blogger, aber auch nörgelnde oder aufwiegelnde Tourist:innen) zu identifizieren und ggf. rechtzeitig zu isolieren
* Einsatz verdeckter "Mitarbeiter:innen", deren Aufgabe es ist, Reisegruppen zu infiltrieren und potentielle "Störenfriede" (Journalisten, anonyme Blogger, aber auch nörgelnde oder aufwiegelnde Tourist:innen) zu identifizieren und ggf. rechtzeitig zu isolieren
*Implementierung von Soft- und Hardware auf der ganzen Welt zur lückenlosen Überwachung (z. B. in Smart Home Komponenten oder in Discovery Spheres)
*Implementierung von Soft- und Hardware auf der ganzen Welt zur lückenlosen Überwachung (z. B. in Smart Home Komponenten oder in Discovery Spheres)
== Transformation von Local Outdoors zu Planet Earth Network ==
Die Transformation vom kleinen, vielversprechenden Startup zum größten Reisenetzwerk der Welt verlief innerhalb weniger Monate bzw. Jahre extrem radikal. Unmittelbar nach dem Ableben von Ethan Miller wurden fast alle wichtigen Entscheidungsträger von ''Local Outdoors'' gefeuert. Ihnen wurde gar eine Mitschuld an Millers Tod nachgesagt (durch eine konstruierte Verschwörungstheorie).
Die Hauptziele von ''Local Outdoors'' waren nicht gewinnorientiert, sondern kundenorientiert. Menschen sollten in die Lage versetzt werden, sich der Schönheiten ihrer vertrauten Umgebung bewusst zu werden und neue Orte der Erholung bzw. Regenerierung zu entdecken, ohne dafür an überfüllte Destinationen zu reisen. Aufgrund dieser Maxime erwirtschaftete Local Outdoors jedoch kaum Profit und hatte auch gar nicht vor zu expandieren.
Mit der Übernahme durch "Carolina Perth" wurden sämtliche nachhaltigen Ansätze ad absurdum geführt, um öffentliche Aufmerksamkeit zu bekommen. Große Versprechungen wurden gemacht, die bestehenden sozialen und ökologischen Ungerechtigkeiten zu bekämpfen und schon heute damit zu beginnen, den Menschen mithilfe künstlicher Intelligenz die für sie besten Angebote zu erschaffen. In Wahrheit diente dieser Schritt natürlich nur dazu, die Kunden zur Preisgabe sämtlicher privater Daten zu drängen und somit den Einstieg ins virtuelle Geschäft zu ebnen.
Um die Menschen bei der Stange zu halten, wurden zahlreiche Gamification-Elemente in die Apps und Werbeanzeigen von PEN gesteckt. Dieses Element war Perth besonders wichtig, aufgrund ihrer Erfahrungen mit Glücksspielsüchtigen.
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Version vom 2. Oktober 2022, 13:13 Uhr

Planet Earth Network Inc. ist ein börsennotiertes US-amerikanisches Unternehmen, welches aus dem Startup Local Outdoors entstand. Im Zuge einer Unternehmenspräsentation im September 2017 steigerten sich die Umsätze exponentiell, während zugleich zahlreiche etablierte Reiseveranstalter in die Insolvenz gedrängt wurden. Nach einem kurzzeitigen Höhenflug (von etwa Januar bis Mai 2018) geriet PEN durch negative Berichterstattung von Bloggern, Whistleblowern und internationalen Medienhäusern massiv in die Kritik. Jegliche Versuche seitens des Unternehmens, die (wieder aufflammenden) Proteste gegen Tourismus einzudämmen, schlugen fehl.

Geschichte

Das Unternehmen wurde 2010 als „Local Outdoors“ gegründet von Ethan Miller, einem 21-jährigen Studienabbrecher (Business Administration, University of Toronto) als Gegenentwurf zum klassischen Massentourismus. Miller fielen zahlreiche Probleme auf, die der gegenwärtige Tourismus mit sich brachte:

  • Umweltschäden
  • Arbeitslosigkeit an den Urlaubsorten
  • Überlastung der Infrastruktur
  • Unzufriedenheit der Kunden wegen Überfüllung etc.
  • Keine Zukunftsperspektive (bevorstehende Kostenexplosionen)

Um im Zeitalter des Internets und der Smartphones ein neues Reiseerlebnis zu schaffen, entwarf er eine App mit dem Ziel, ein soziales Netzwerk zu schaffen für alle Menschen, die die Schönheit des Blauen Planeten in ihrem unmittelbaren Umfeld entdecken und mit der Natur im Einklang leben wollen. Gegenüber dem klassischen „Katalog-Tourismus“, der einzigartige Landschaften und Kulturen in der Ferne verspricht und in Wahrheit mit Bettenburgen und zerstörten Ökosystemen aufwartet, soll den Menschen in ihrem alltäglichen Lebensumfeld das Besondere näher gebracht werden. Millers Philosophie ist es, dass Menschen an jedem Ort der Erde das Wunderbare und Unberührte entdecken könnten, ohne dafür tausende von Kilometern reisen zu müssen. Und sie würden sich dabei sogar viel besser regenerieren und inspirieren lassen.

Carolina Perth wird 2015 auf das Unternehmen aufmerksam und beschließt, es zu übernehmen. Als sie Miller ihre Zukunftspläne der Expansion erläutert, wiegelt dieser jedoch energisch ab. Dem nicht genug, verkündet Miller an die Presse zu gehen und die bösartigen Absichten von Perth ans Tageslicht zu bringen, gemeinsam mit ihrer wenig ruhmreichen Karriere mit Online-Kasinos. Perth lässt Miller daraufhin von El Niño umbringen und stellt sein Verschwinden als tragisches Unglück dar. In der Folge wird Local Outdoors von Perth im September 2015 aufgekauft und im Zuge eines Rebrandings in Planet Earth Network umbenannt. Perth wird direkt neue CEO und setzt die Umbenennung in „Planet Earth Network“ durch. PEN ist fortan nicht mehr der lokale Anbieter von nebenan, sondern avanciert zum Global Player in einer Reihe mit Google, Facebook und Apple.

Discovery Spheres

Als Top-Innovation werden Anfang 2018 die so genannten Discovery Spheres öffentlichkeitswirksam bekannt gemacht. Es handelt sich um riesige, nahezu kugelförmige Gebäude mit kompletter Bildschirm-Außenverkleidung, die einen beeindruckenden Blick auf die reale Erde ermöglicht (auch bei Nacht). Die neuartige Bildschirmtechnik enthält außerdem integrierte Solarzellen und winzige Rotoren, welche bei Wind angetrieben werden und Strom produzieren. Da eine Discovery Sphere kugelrund ist, kann sie den ganzen Tag über von Wind- und Solarkraft profitieren.

Im Inneren befinden sich auf mehreren Stockwerken kleine Räume, in denen einzelne Menschen in einen 4D-Anzug steigen und über eine VR-Brille einen virtuellen Schauplatz der Erde bewundern können. Dabei handelt es sich zumeist um Weltwunder, es können jedoch auch Freizeitparks, Abenteuerinseln oder gar Szenerien aus dem Weltraum dargestellt werden. Der Grad an Realismus ist überwältigend: Der Untergrund ist eine frei bewegliche Bodenplatte, die auf alle Schrittbewegungen des Insassen reagiert und sich quasi in Gegenbewegung versetzt. Vibrationsmotoren und bewegliche Zylinder (welche ein- und ausfahrbar sind) erzeugen bei Bedarf das Gefühl eines dynamischen Untergrundes - Erdboden, Asphalt, steiniger Kiesweg oder feuchte Wiese können problemlos simuliert werden (u. a. durch Einsatz eines bodennahen Wasser-Sprüh-Systems und eingebauter Fußbodenheizung).

In einem ersten Update-Prozess wird es im Februar 2018 möglich, mit mehreren Personen denselben virtuellen Raum zu teilen (allerdings kann nur eine Person pro physischem Raum anwesend sein). Zusätzlich zu den beweglichen Bodenplatten werden die 4D-Anzüge überarbeitet und mit Elektromotoren ausgestattet, die die freie Beweglichkeit des Trägers einschränken können. So wird es möglich, virtuelle 4D-Objekte zu simulieren wie Bäume, Wände oder gar andere Menschen, die sich für den Besucher plastisch anfühlen.

Neben den großen Discovery Spheres wird eine "mobile Version" entwickelt, welche für einen relativ günstigen Preis zu erstehen ist (z. B. 700 US-Dollar) und nur ca. drei Meter Durchmesser hat. Solche Gebilde schießen ab März 2018 wie Pilze aus dem Boden und ermöglichen es den Kunden, zu lächerlichen Spottpreisen an virtuelle Urlaubsziele zu reisen. Die virtuellen Großstädte, einsamen Inseln, Abenteuerschauplätze und Flaniermeilen bieten zugleich den Vorteil, frei von sozialen Problemen, Armut und ökologischen Schäden zu sein. Auf diese Art werden die letzten konventionellen Tourismus-Anbieter in den Ruin getrieben. Wenngleich es sofort mit dem Erscheinen kritische Stimmen über virtuellen Urlaub gibt (schlechte Luft, keine echte Erholung, fehlende Authentizität), überwiegt der Zauber der Imagination.

Aufgrund der extrem großen Vielfältigkeit der Einsatzmöglichkeiten werden Discovery Spheres in kürzester Zeit missbraucht: Als virtuelle Bordelle mit teils minderjährigen Prostituierten, zur militärischen Ausbildung oder zur Abwicklung illegaler Geschäfte. Die virtuellen Szenerien sind vom Internet abgekoppelt (eigentlich), können jedoch durch User-Content bereichert werden. Die illegalen Machenschaften innerhalb der Spheres werden erstmals von anonymen Bloggern protokolliert und später von Medien und Regierungen aufgegriffen. Im Sommer 2018 kommt es zu Massenprotesten gegen kriminelle Machenschaften "hinter verschlossenen Türen" in Discovery Spheres, es folgen zahlreiche Boykottaufrufe und Petitionen gegen PEN.

In dieser Zeit stellt Michael Perth fest, dass es dem Planet Earth Network nie darum ging, reale Probleme in der Welt zu lösen. Stattdessen sollte die Menschheit aus der Realität in virtuelle Welten "verdrängt" werden, um sie gefügig zu machen. Schließlich erkennt Carolina Perth im August 2018, dass ihr eigener Ehemann zu viel weiß, und lässt Pläne zu seiner Ermordung erstellen.

Funktionsumfang

Es handelt sich nicht einfach um ein klassisches Buchungsportal oder einen Reiseanbieter, sondern eine Plattform für Kunden und Unternehmen. Der Fokus liegt auf:

  • Erstellung ausführlicher Nutzerprofile
  • Vermittlung nachhaltiger Urlaubsangebote
  • Möglichkeit, über Reisen zu bloggen
  • Virtuelles Währungssystem (man verdient mit ehrlichen Bewertungen, durch Ausprobieren bestimmter Hotels etc.)
  • Gamification (spielerisches Erkunden der lokalen Umgebung und neuer Länder und Kulturen, mit virtuellen Abzeichen und Challenges)

Unter Perths Führung beginnt PEN, große Summen in die Zerstörung bestehender Touristikkonzerne zu investieren. Angefangen bei diversen ausländischen Unternehmen (z. B. Unister, Thomas Cook etc.), wagt man sich allmählich an immer größere Fische. Als im Sommer 2017 erste ernsthafte Proteste gegen Touristen beginnen, springt PEN auf den Zug und provoziert bewusst soziale Konflikte, um den Tourismus lahm zu legen.

Dummerweise gerät das Konzept außer Kontrolle und die Randalierenden gewinnen die Überhand. Es kommt zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen und die Regierungen lassen Polizisten gewaltsam gegen Aufständische vorgehen.

Freilich gibt es Mitwisser, denen klar ist, was für Machenschaften Carolina Perth heimlich organisiert. Einige springen bereits vorher ab, nicht alle überleben ihre Untreue. Als im Spätsommer 2018 die Dinge aus dem Ruder laufen, springt ein enger Vertrauter Perths ab und plant, tausende Dokumente zu veröffentlichen.  

Produkt-Portfolio

  • Soziale Netzwerke: PEN , PEN Pics
  • Reiseveranstalter: PEN Travel
  • Virtual Reality: Discovery Spheres mit VR-Brillen
  • E-Commerce: Souvenirs, Fan-Artikel
  • Gaming: PEN Winners
  • Zahlungsdienstleistungen: PEN Pay, virtuelle Währung (Krypto-Währung?)
  • Künstliche Intelligenz: PEN AI

Geschäftsmethoden

Ähnlich dem Geschäftsmodell von Facebook, finanziert sich PEN nahezu ausschließlich über den Verkauf (und Missbrauch) von Daten. Dabei werden sowohl Kundendaten erfasst, als auch solche von Geschäftspartnern weltweit.

Die Methoden zur Datenerfassung werden zu einem großen Teil durch Vertragsklauseln abgedeckt. Dazu gehören etwa:

  • Erfassung zahlreicher Persönlichkeitsdaten bei der Nutzerregistrierung (ähnlich wie bei einem Dating-Portal)
  • Teilnahme an einem Score-System, um "Pennies" (virtuelle Währung) zu verdienen mithilfe von Bewertungen, (positiven) Blogbeiträgen und aktiven Beiträgen zur Nachhaltigkeit (z. B. Strandaufräumen, Baumpflanzen etc.) und dafür vergünstigte Angebote zu erhalten
  • Erlaubnis zum GPS-Tracking, Nutzungsverhalten der PEN-Apps, Versand von Newslettern sowie Training von KI-Systemen (dabei helfen Nutzer:innen aktiv, mit virtuellen Assistent:innen zu kommunizieren und Verhaltensweisen zu korrigieren und optimieren)

Auf der anderen Seite werden auch etliche illegale Methoden eingesetzt, um Mitglieder des PEN-Netzwerks auszuspionieren und flächendeckend zu überwachen:

  • Zugriff auf Überwachungskameras weltweit, meist durch Hackerangriffe, und Auswertung von Personenbewegungen durch Gesichts- und Personenerkennungssoftware
  • Einsatz verdeckter "Mitarbeiter:innen", deren Aufgabe es ist, Reisegruppen zu infiltrieren und potentielle "Störenfriede" (Journalisten, anonyme Blogger, aber auch nörgelnde oder aufwiegelnde Tourist:innen) zu identifizieren und ggf. rechtzeitig zu isolieren
  • Implementierung von Soft- und Hardware auf der ganzen Welt zur lückenlosen Überwachung (z. B. in Smart Home Komponenten oder in Discovery Spheres)

Transformation von Local Outdoors zu Planet Earth Network

Die Transformation vom kleinen, vielversprechenden Startup zum größten Reisenetzwerk der Welt verlief innerhalb weniger Monate bzw. Jahre extrem radikal. Unmittelbar nach dem Ableben von Ethan Miller wurden fast alle wichtigen Entscheidungsträger von Local Outdoors gefeuert. Ihnen wurde gar eine Mitschuld an Millers Tod nachgesagt (durch eine konstruierte Verschwörungstheorie).

Die Hauptziele von Local Outdoors waren nicht gewinnorientiert, sondern kundenorientiert. Menschen sollten in die Lage versetzt werden, sich der Schönheiten ihrer vertrauten Umgebung bewusst zu werden und neue Orte der Erholung bzw. Regenerierung zu entdecken, ohne dafür an überfüllte Destinationen zu reisen. Aufgrund dieser Maxime erwirtschaftete Local Outdoors jedoch kaum Profit und hatte auch gar nicht vor zu expandieren.

Mit der Übernahme durch "Carolina Perth" wurden sämtliche nachhaltigen Ansätze ad absurdum geführt, um öffentliche Aufmerksamkeit zu bekommen. Große Versprechungen wurden gemacht, die bestehenden sozialen und ökologischen Ungerechtigkeiten zu bekämpfen und schon heute damit zu beginnen, den Menschen mithilfe künstlicher Intelligenz die für sie besten Angebote zu erschaffen. In Wahrheit diente dieser Schritt natürlich nur dazu, die Kunden zur Preisgabe sämtlicher privater Daten zu drängen und somit den Einstieg ins virtuelle Geschäft zu ebnen.

Um die Menschen bei der Stange zu halten, wurden zahlreiche Gamification-Elemente in die Apps und Werbeanzeigen von PEN gesteckt. Dieses Element war Perth besonders wichtig, aufgrund ihrer Erfahrungen mit Glücksspielsüchtigen.